Das liebe Dach
Als wir das Haus im letzten Sommer besichtigt haben, war uns ziemlich schnell bewusst, dass wir fast überall Hand anlegen müssen. Außer dem Grundgerüst, also den Außenwänden, einigen noch intakten Innenwänden, der Treppe und einem großen Teil der Decke, haben wir sofort viele Schäden erkannt und überlegt, wie wir damit umgehen können.
Tja, leider haben wir die Rechnung ohne das Dach gemacht. Das Dach ist erst 20 Jahre alt und schien in einem guten Zustand – an einzelnen Stellen sind Ziegel etwas verrutscht, aber das lässt sich leicht richten. Daher hatten wir die Hoffnung, dass auch der restliche Zustand des Dachs mitspielt. Um diese Hoffnung abzusichern, haben wir in den letzten Wochen im gesamten Dachstuhl die Innenverkleidung mit Rigips und die alte Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle entfernt. Eigentlich war das Ziel, lediglich alle Sparren freizulegen und den Zustand des Holzes zu beurteilen. Leider wurde bei der Freilegung aber immer mehr sichtbar, wie sehr das Dach gelitten hat. Durch einen starken Marderbefall ist die Unterspannbahn an unzähligen Stellen zerfetzt, sodass man freien Blick auf Lattung und Dachziegel hat. Und nun sieht es so aus, als müssten wir das Dach komplett ab- und aufdecken lassen, um die Unterspannbahn zu erneuern oder eine Aufsparrendämmung als Marderschutz zu installieren. Oh weh...
Geplant hatten wir diesen Kostenblock in unserer Kalkulation definitiv nicht, und fürchten nun, dass die ganze Geschichte ziemlich schnell ziemlich teuer wird. Das Dach ist leider auch eine Maßnahme, bei der wir uns nur wenig Eigenleistung zutrauen, von unserer verfügbaren Zeit mal ganz zu schweigen – die ist dieses Jahr nämlich schon für andere Maßnahmen wie Fundamentabdichtung verplant. Doch wir sind uns sicher, dass wir auch für dieses Problem eine Lösung finden werden. Langweilig wird es in diesem Haus sicher noch sehr lange nicht!