Das liebe Dach
Als wir das Haus im letzten Sommer besichtigt haben, war uns ziemlich schnell bewusst, dass wir fast überall Hand anlegen müssen. Außer dem Grundgerüst, also den Außenwänden, einigen noch intakten Innenwänden, der Treppe und einem großen Teil der Decke, haben wir sofort verschiedene Schäden erkannt und überlegt, wie wir damit umgehen wollen.
Tja, leider haben wir die Rechnung ohne das Dach gemacht. Die Dachziegel sind zwar optisch nicht mehr perfekt, aber in einem guten Zustand – an einzelnen Stellen etwas verrutscht, aber das lässt sich leicht richten. Daher hatten wir die Hoffnung, dass auch der restliche Zustand des Dachs mitspielt. Wir wollten uns darauf allerdings nicht verlassen, und haben in den letzten Wochen im gesamten Dachstuhl die Innenverkleidung mit Rigips entfernt sowie die alte Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle. Und dabei wurde immer sichtbarer, wie sehr das Dach gelitten hat. Durch einen starken, vermutlich langjährigen Marderbefall, ist die Unterspannbahn an unzähligen Stellen zerfetzt, sodass man freien Blick auf Lattung und Dachziegel hat. Und nun sieht es so aus, als müssten wir das Dach komplett ab- und aufdecken lassen, um die Unterspannbahn zu erneuern, bzw. eine Aufsparrendämmung als Marderschutz zu installieren. Yej...
Geplant hatten wir diesen Kostenblock in unserer Kalkulation definitiv nicht, und fürchten nun, dass die ganze Geschichte ziemlich schnell ziemlich teuer wird. Das Dach ist leider auch eine Maßnahme, bei der wir uns nur wenig Eigenleistung zutrauen, von unserer verfügbaren Zeit mal ganz zu schweigen – die ist dieses Jahr nämlich schon für andere Maßnahmen wie Fundamentabdichtung verplant. Doch wir sind uns sicher, dass wir auch für dieses Problem eine Lösung finden werden.