Von unten nach oben
Schon ist der Februar beinahe vorbei. Und schon wieder haben wir im Haus viel geschafft. Die maroden Deckenbalken auf der Waldseite wurden durch die Zimmerer abgestützt, was uns erlaubt, im Dachgeschoss sicher zu arbeiten. Das haben wir direkt genutzt und voller Tatendrang losgelegt & ndash; haben die Rigipsverkleidung an den Dachschrägen entfernt, die Kniestöcke abgebaut, die alten Heizkörper und die Gastherme demontiert und eine Leichtbau-Wand herausgenommen, um die neue Raumaufteilung vorzubereiten. Und sofort wirkt alles so viel großzügiger und ich gehe gedanklich bereits durch die fertigen neuen Räume.
Auch bei der Planung geht es gut voran. Seit dem letzten Sommer hatte ich bereits viel recherchiert zur Sanierung historischer Häuser, insbesondere auch zur Verwendung ökologischer Materialien. Generell passt beides super zusammen, denn früher wurde ja sowieso ausschließlich mit Naturbaustoffen gebaut. Die Abdichtung gegen Grundwasser war in der Planung jedoch eine Herausforderung und ich kann mir gut vorstellen, dass die Architektin bei meinen ersten Vorschlägen die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat. Andersherum fand ich den Gegenvorschlag, mit bituminöser Abdichtbahn und Horizontalsperre zu arbeiten, nicht stimmig. Schlussendlich haben wir uns für eine horizontale und vertikale Abdichtung mit Dernoton entschieden, mit der wir überall auch gegen drückendes Wasser abdichten können. Lediglich durch die Außenwände und die Innenwände im Bestand kann kapillar Wasser aufsteigen, das dann aber aufgrund des diffusionsoffenen Wandaufbaus nach innen und außen austrocknen kann. Ich hoffe sehr, dass diese Lösung auch preislich funktioniert!